Spitzenwertreduktion für digitale Übertragungsverfahren


Bearbeiter: R. Fischer, J. Huber

Sendesignale mit stark schwankenden Einhüllenden (peak to average ratio: PAR) erfordern eine Unteraussteuerung (Backoff) von Leistungsverstärkern, um nichtlineare Verzerrungen, welche zu unerlaubter Außerbandstrahlung führen würden, zu vermeiden. Dadurch entstehen erhebliche Einbußen in der Leistungseffizienz. Diese Problem stellt sich bei steilflankig bandbegrenzten Sendesignalen sowie insbesondere bei OFDM und MIMO Übertragungsverfahren. Für Single Output Signale wurden am Lehrstuhl die Verfahren "Selective Mapping" und "Partial Transmit Sequences" zur Spitzenwertreduktion entwickelt. Dabei werden, weitgehend statistisch unabhängig, mehrere Versionen eines Sendesignals für einen Block aus dem Quellensignal bestimmt und diejenige ausgewählt, für die der Maximalwert am kleinsten ist. Die Übertragung von Seiteninformation ist dabei nicht notwendig. Es konnte gezeigt werden, daß bei Einbringung einer nur sehr geringen Redundanz (<=1%) theoretische Grenzen der möglichen Spitzenwertreduktion nahezu erreicht werden.

Im laufenden Forschungsvorhaben werden diese Verfahren für MIMO-Übertragungssysteme erweitert, wobei die Spitzenwertreduktion für jedes Antennensignal erfolgt. Neben der Signalformung durch Redundanzeinbringung bietet hier auch die Verkopplung von Teilsignalen mittels unitärer Transformationen neue Freiheitsgrade zur Erzeugung von Sendesignalen mit günstigen Eigenschaften.

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