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Methoden zur Überwachung der Übertragungsqualität in einem optischen Netz mit höchsten Datenrate

M. Mayrock H. Haunstein

In optischen Übertragungsystemen werden an den optisch/elektronischen Schnittstellen (Transpondern) bei der Signalverarbeitung auch Überwachungsfunktionen wie zum Beispiel Fehlerratenmessungen durchgeführt. Solche Mechanismen sind auf rein optischen Strecken nicht verfügbar, oder sind auf sehr einfache Messgrößen wie optische Leistung beschränkt. Daher ist in zukünftigen vermaschten optischen Netzen mit optischen Schaltfunktionen eine Aussage über aktuelle Systemreserven, z.B. zur Erkennung von Alterungseffekten, nicht unmittelbar möglich. Auch die Fehlerlokalisation wird erheblich erschwert, insbesondere wenn zukünftig die Dynamik im Netz ansteigt, um die Übertragungskapazität wechselnden Verkehrsanforderungen anzupassen. Durch Erweiterungen vorhandener Systemkomponenten ist daher eine verbesserte Überwachung bei moderater Erhöhung der Komplexität bzw. Kosten anzustreben.

Im Speziellen sind hierzu folgende Untersuchungen geplant:

  • Beschreibung des Übertragungskanals hinsichtlich der Zusammensetzung des Empfangssignals zur Bestimmung des Anteils von Signalverzerrungen und Rauschen.

  • Beispielhafte Auswertung von Fehlermustern sowie Entzerrereinstellungen. Zusammenfassung der ermittelten Daten zu einem Zustandsmodell des optischen Netzes für die Überwachung der Übertragungsqualität.

Die zweite Projektphase dient der gemeinsamen Implementierung und Verifikation der Resultate im Testlabor des Auftraggebers. Die dadurch gewonnenen Rückschlüsse werden für die Verfeinerung bzw. Erweiterung der Ergebnisse verwendet.

Diese Projekt wird in Kooperation mit Lucent Technologies, Nürnberg bearbeitet (BMBF-Förderschwerpunkt Eibone, Projekt MUNAS 01BP554).