Bernhard Spinnler


Inkohärente Empfänger für Continious Phase Modulation.

Band 6, Kommunikations- und Informationstechnik, Herausgeber: B. Girod und J. Huber, Shaker Verlag, Aachen, ISBN 3-8265-3453-0

Zusammenfassung

Die Arbeit "Inkohärente Empfänger für Continuous Phase Modulation" beschäftigt sich mit der Entwicklung inkohärenter, digitaler Empfänger für das Modulationsverfahren Continuous Phase Modulation. Als Grundlage für den inkohärenten Empfänger dienen dabei der seit langem zur analogen Frequenzdemodulation eingesetzte Frequenzdiskriminator bzw. die differentielle Demodulation. Inkohärente Empfänger bieten gegenüber kohärenten Empfängern vor allem den Vorteil der geringeren Komplexität, da die sehr aufwendige Schätzung und Regelung der Trägerphase überflüssig wird. Die geringere Komplexität inkohärenter Empfänger wird jedoch i.a. mit einem erheblichen Rückgang der Leistungseffizienz erkauft.

In dieser Arbeit werden neue Strukturen inkohärenter Empfänger vorgestellt, die auf dem Frequenzdiskriminator bzw. der differentiellen Demodulation aufbauen. Die vorgestellten Verfahren erreichen bei denselben Systemparametern in vielen Fällen fast die Leistungseffizienz der entsprechenden kohärenten Empfänger. Die Verbesserungen gegenüber bekannten inkohärenten Empfängern werden durch konsequente Übertragung und Anwendung von Methoden erreicht, die ursprünglich für lineare, digitale Modulationsverfahren entwickelt wurden und dort als optimal bekannt sind. Diese Methoden werden an die speziellen Bedingungen angepaßt, die das Modulationsverfahren Continuous Phase Modulation vorgibt. Die Symbolfehlerrate der vorgestellten Verfahren wird jeweils analytisch bestimmt und verglichen. Weiterhin wird eine neue Methode der Signalformung vorgestellt, die es erlaubt, Vorcodierung bzw. Signalformung, die ursprünglich für lineare Modulationsverfahren entwickelt wurden, mit nichtlinearen Modulationsverfahren wie Continuous Phase Modulation zu kombinieren.